Geschenktes Leben

Mein neues Leben nach Burnout, Depression und anderen Katastrophen

Warum diese Seite?

Nach drei längeren Klinikaufenthalten wegen Burnout und schwerer Depression weiß ich jetzt, dass ich alleine und nur über den Verstand, nicht viel in der Hand habe, etwas wirklich zum Sinnvolleren zu verändern. Ich habe akzeptiert, dass es ein wirklich langer Weg ist (2003 erste Therapie) und dass es enorm anstrengend ist.

Ich durfte zum Glück erleben, wie hilfreich eine Gruppe Gleichgesinnter und wie wertvoll professionelle Hilfe ist. Deshalb diese Seite. Ich will mich mitteilen, solange ich noch mittendrin bin. Ich berichte hier in unregelmäßigen Abständen was sich bei mir tut.

Keine aufgewärmten und schöngeschriebenen Weisheiten aus zweiter Hand. Akut, aktuell, subjektiv und ohne der fixen Idee, dem Anderen helfen zu müssen. Keine Glücksformeln und kein Selbstwertbaukasten. Versprochen!

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Warum ich?

Weil ich berichten möchte, wie es dazu kommen konnte, dass ich plötzlich aus mir selbst heraus Wahrheiten erfahren durfte die mir sofort 1000% richtig erschienen obwohl ich sie mir nicht hart erkämpft oder durch heftiges Leiden „verdient“ hatte. Ich berichte über meine Gefühle kompletter Ratlosigkeit und immer mal wieder über völlig überraschende Klarheit die förmlich über mich hereinbricht.

Diese Erkenntnisse habe ich mir nicht zusammen gereimt, sondern sie kamen von alleine, als ich aufgehört habe zu suchen und zu wollen (manchmal erst Jahre später). Und es sind meine ganz persönlichen Wahrheiten, es ist keine Mission, keine Lehre und schon gleich dreimal nicht ein: „schaut her wie toll ich bin“.

Toll und wirklich wundervoll ist das Leben, das mich, so wie ich bin, in Liebe willkommen heißt. Meine Aufgabe liegt jetzt eher im Danke sagen, als im Toll sein ;-))

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Wenn das Leben meine Aufgabe ist, werde ich weiter alles mitnehmen – gut und schlecht. Einfach um daran zu wachsen und darüber zu berichten. Den Anfang machen meine Mosaik_Steine. Wie es weitergeht wird sich finden.

Danke Burnout, danke Depression – ohne das hätte ich mich garantiert nie bewegt und das leidvolle Leben im Hamsterrad falscher Erwartungen, hätte mich vorzeitig aus dem Leben katapultiert. Trotz vielfältiger Therapiebemühungen kam ich 10 Jahre lang nicht raus aus dem Schlamassel … und ewig grüßt das Murmeltier 😉

Erst nach totaler Kapitulation, kam das Karusell zum Stehen (9 Wochen Psychosomatik-Klinik, 2012). Hier fing mein neues Leben an und drei Jahre später weiß ich, dass es ein rießen Geschenk ist. Ein Geschenk das nochmal größer wird, wenn ich es teilen kann, das aber leicht zerbricht wenn ich es krampfhaft festhalten will und in falscher Absicht andere Menschen damit hineinstricke. Ein Geschenk, das meine Selbstverantwortung kitzelt und keinen faden Besitzerstoz auf die Bühne holt. Geschenkt ist eben nicht umsonst.

Danke für Euere Aufmerksamkeit, für Feedback oder Anregungen – nur bitte keine „Ratschläge“ – das sind auch „Schläge“ 😉

Kennt jeder: „ein Geschenk des Himmels“, wenn z.B die große Liebe zu einem gefunden hat, oder ein gesundes Kind auf die Welt kommt – ich bin dann super dankbar – aber im selben Moment schon voller Angst, jemand könne es mir wieder wegnehmen. Oder ich bin neidisch, weil jemand Anderes etwas geschenkt bekommt. Und zack, schon entwickle ich Ansprüche ans Leben … wie überheblich! Zu doof!

Wirklich dankbar, ohne Furcht im Nacken bin ich bei dem Bild: „geschenktes Leben“ Ich lebe ein geschenktes Leben. Ein riesengroßes, wundervolles Geschenk. So groß und so unglaublich genial – wie es das kein zweites mal gibt – das hier ist meine Welturaufführung und es gibt nichts einzustudieren um es dann zum Besetn zu geben wenn ich glaube ich wäre soweit.

Ich durfte in den letzten Jahren viele solcher “ kleiner Perspektivänderungen“ erfahren – und davon möchte ich gerne berichten – nicht weil ich danach schlauer bin – nein, sondern weil es ein Trugschluss wäre, zu glauben, dass allein mit einer neuen Sicht alles gut wird! Es geht ums „Dranbleiben“! Das ist mindestens genauso wichtig wie das „Loslassen“.

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